Haushaltsauflösung – selber machen?

Eine Haushaltsauflösung tritt meist mit dem Tod eines geliebten Menschen auf den Plan einem Umzug ins Heim oder einer Zusammenlegung. Ist eine Haushaltsauflösung selber durchführbar?

Ein geliebter Angehöriger ist verstorben. Neben den Trauererledigungen hat man nun auch noch die Wohnung des Angehörigen geerbt, die man nicht braucht. Mit einem Sonderkündigungsrecht kommt man aus dem Mietvertrag. Jedoch ist die Wohnung nicht leer. Möbel sind befüllt und überall steht noch etwas. Zwar kann man das eine oder andere gebrauchen aber nicht alles. Die Wohnung wird aufgelöst und einer Endreinigung unterzogen. Zeit bleibt dafür zwischen 1-3 Monaten (Gesetzlich 3 Monate).

Wer führt Haushaltauflösungen durch?

Sofern man keine Zeit für eine Haushaltsauflösung hat, bieten folgende Unternehmen im Rahmen Ihrer Leistungsfelder eine Haushaltsauflösung an.

  • Umzugsfirmen
  • Dienstleister für Reparaturen aller Art
  • Bestatter
  • Sperrmüllabfuhr
  • direkte Haushaltsauflösungs-Firmen

Kosten: Die Kosten variieren pro Zimmer zwischen 300 – 500 Euro. Der Preis wird individuell bestimmt und wird nach der Besichtigung der Wohnung bekannt gegeben. Sollte eine der oben genannten Firmen es komplett kostenfrei gegen Übernahme der kompletten Wohnung machen, kann man davon ausgehen, dass sich Wertgegenstände darin befinden, die sicherlich den Wert der „Entrümpelung“ decken.

Einige Firmen sagen auch von sich aus. Die Entrümpelung kostet pro Raum 500€. Sollten Wertgegenstände darin sein, werden diese zu Geld gemacht und drücken die Endsumme.

Benötigte Zeit: Im Regelfall wird für eine Haushaltsauflösung von einem Unternehmen ca. 3-4 Stunden pro Zimmer kalkuliert.

Haushaltsauflösung selber machen

Faktor Geld.

Wer vermutet, dass eine selbstständige Haushaltsauflösung kostenlos ist, denkt leider falsch. Sperrmüll, Elektromüll und diverser Sondermüll kosten Geld. Ebenso ist die Gefahr das etwas kaputt geht beim Abtransport der alten Möbel. Ein gutes Entrümpelungsunternehmen ist in diesen Fällen versichert. Wer die Wohnung selber entrümpelt spart zumindest stark. Schon bei einer 4 Zimmer Wohnung können mehr als 1000 Euro gespart werden.

Faktor Gefühle.

Sowohl zur Wohnung als auch zu vielen Gegenständen hat man eine persönliche Bindung. Oftmals ist man in dieser Wohnung aufgewachsen und man dreht fast jede Tasse viermal um, bis man sich entschließt diese weg zu werfen. Fast an jedem Schrank und an jeder Schramme steckt eine Erinnerung, die damit verbunden ist. Bei jeder hält man Inne und denkt drüber nach. Ja auch harte Brocken haben an solchen Momenten zu kauen und würden jeden Tag der selbstständigen Haushaltsauflösung mit einem weinendem Auge nach Hause kommen.

Faktor Zeit.

Der Faktor Gefühle hat einen großen Einfluss, denn er bestimmt wesentlich mit den Faktor Zeit. Aber nicht nur Gefühle bestimmen den zeitlichen Ablauf sondern auch die Kraft. Wo ein Profi-Firma mit 3-4 Leuten anrückt, ist man oft allein mit dem zusammen packen beschäftigt, meist sogar unkoordiniert. Während die Profi-Firma bei einer 3 Raum Wohnung lediglich einen Tag braucht, wird man als Einzelkämpfer wesentlich mehr als 1 Monat brauchen. Eines kann man aber schon sofort in Angriff nehmen. Ein kleines Lager mieten. Oftmals werden lediglich „Erinnerungen“ behalten, daher sind bei einem Selfstorage auch nur 1-2 m² nötig.

Die Reihenfolge bei der selbstständigen Haushaltsauflösung

  1. Kündigung der Wohnung (Regulär 3 Monate)
  2. Zeitplan abstecken mit ausreichend Zeitpuffer, bis was man die jetzt folgenden Schritte erledigt haben will.
  3. Inventarliste machen – an Möbeln, damit der Umfang abgesteckt wird
  4. Kontrolle, was aussortiert werden soll an Möbeln
  5. Lager anmieten (dies richtet sich nach der Anzahl an Möbeln die man behalten, verschenken oder verkaufen will)
  6. Ausräumen der Schränke – Zimmer für Zimmer (Achtung: Niemals unkoordiniert mal da und mal da etwas räumen, das wäre nur ein Zeiträuber)
  7. Verpacken – was ins Lager kommt
  8. Fotos von Dingen machen die man verkaufen und verschenken will.
  9. Sperrmüll besorgen (Achtung bei ggf. Sondermüll)
  10. Transporter versorgen
  11. Transport ins Mietlager
  12. leere Wohnung säubern
  13. Streichen
  14. Einstellen der Dinge die man verschenken oder verkaufen möchte auf den gängigen Plattformen

Als Tipp können wir geben: Oftmals sind Möbel zu Schade das man sie weg wirft, allerdings zu „günstig“ als das man diese aufheben will. Bitte nicht auf Biegen und Brechen die Möbel verkaufen wollen. Gerade Möbel finden allein wegen dem Transport in Kleinanzeigenmärkten keine Abnehmer, weil die Kosten des Versands den Wert mindern würden. Verschenken Sie diese Möbel.

Tipp 2: Flohmarkt Verkauf – wer recht schnell etwas loswerden will, kann seine Sachen auch auf einem selbst initiierten Flohmarkt loswerden. Einfach die Sachen die man loswerden will in einen Raum räumen und dann schauen wer kommt. So kann man schnell Dinge zu Geld machen.

Weitere Interessante Informationen findet man auf der Homepage von umziehen.de .

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